Ein Schritt Richtung LiveStudio

Es gibt mal wieder etwas zu berichten bei meinen Videoprojekten. Es bewegt sich gerade etwas in Richtung LiveStudio. Nicht das dies geplant gewesen wäre, aber es ergibt sich einfach im Rahmen vieler Optimierungsschritte. Wie kommt es und was bedeutet das?

Die Ausgangslage

Wenn man neben Hauptberuf und Familie noch einige Projekte betreiben möchte, stellt man schnell fest, dass die knappeste aller Ressourcen die Zeit ist. Also liegt der Fokus bei einer Optimierung in erster Linie auf Zeitoptimierungen und hier versuche ich alle Register zu ziehen und auszuprobieren, die nicht zu Lasten der Gesundheit gehen. Während meiner "Minivideoproduktionen" schaue ich also ganz genau hin, wo die Zeit verstreicht und was mich "nervt". Und an den Stellen, wo es Lösungen gibt, wird optimiert. Selbst dann, wenn die Optimierung selbst Zeit kostet und am Ende nicht viel einspart. Warum? Weil ich dann wenigstens etwas gelernt habe und in Zukunft besser aufgestellt bin und es dann vielleicht mehr Spaß macht.

Aktueller Fortschritt

Bei den letzten Aufnahmen ist mir aufgefallen, dass die Mehrkameraproduktionen und die Chromakeyaufnahmen die meiste Nacharbeit verursachen. Das liegt daran, dass erst viele Videospuren aufgezeichnet werden, dann werden Proxydateien für den Schnitt angelegt. Als nächstes wird das Video geschnitten und mit Effekten aufgeladen und am Ende exportiert usw. Die Nacharbeiten dauern damit ein vielfaches von der eigentlichen Aufnahme.

Es gibt für den Einsatz in Liveproduktionen aber spezielle Systeme, die eben all diese Einstellungen schon sofort vornehmen. Am Ende vom Film ist das Signal bereits fertig. Gut .. ist gekauft. Damit bin ich zwar ganz nebenbei in der Lage mit dieser Technik ebenso eine Livesendung zu produzieren, aber das war nicht mein Fokus bei der Optimierung.

Kleiner Haken

Wer meinen Blog aufmerksam liest, wird sich jetzt fragen, ob ich von meiner flexibel EinMannProduktion Abstand genommen habe. Nein, denn die Umschaltung passiert ebenfalls Live. Angestachelt von ein paar Videos, bei denen es mich nicht störte, habe ich überlegt, mit welchem TV-Gerät ich die möglichst nahtlos in meine sonstigen Automatisierung einbetten kann und bin bei BlackMagic Design fündig geworden. Deren "ATEM Television Studio" wird mittels IP gesteuert. Weil es aber nicht so einfach ist die Steueraufgaben direkt aufzusetzen, verwende ich eine Art MakroEngine "JustMacros.tv", welche ebenfalls über einfache REST Schnittstellen verfügt.

Fazit

Hinter der Kulisse hat sich weider viel getan und ich bin gespannt, wie es weitergeht.